Folienmaterial in verschiedenen Ausführungen

Das Folienmaterial in unserem Sortiment differiert. Unterscheiden tun sich diese in ihren verschiedenen Abmessungen, Stärken, aber auch in ihren Folienqualitäten. Die Folienqualitäten unterscheiden sich in ihrer Bezeichnung (LDPE, HDPE und MDPE). Doch was bedeuten diese Abkürzungen ganz genau?

Was bedeuten LDPE, HDPE und MDPE?

Die Bezeichnungen LDPE, HDPE und MDPE setzen sich aus zwei Teilen zusammen: PE ist die Abkürzung für das Material Polyethylen. HD, LD und MD definieren die Dichte des Kunststoffs (High Density, Low Density, Medium Density).

Polyethylen

  • Die Herstellung von Polyethylen
    Polyethylen ist ein Kunststoff. Ethen entsteht durch eine Kettenpolymerisation. Bei einer Kettenpolymerisation wird eine Kette aus einzelnen reaktionsfähigen Molekülen (Monomeren) gebildet.

    Somit bedeutet das Wort „Polymer“, dass die Kette aus vielen gleichen Teilen aufgebaut ist. Polyethylen ist bereits seit 1898 bekannt, aber erst seit 1940 gibt es ein wirtschaftlich rentables Herstellungsverfahren, wofür 1963 der Nobelpreis für Chemie verliehen wurde.

  • Die Struktur und Eigenschaften von Polyethylen
    Polyethylen setzt sich aus sehr langen Kohlenwasserstoffketten (mit Einfachbindungen) zusammen. Vorstellbar als lange Spaghetti, welche über- und untereinanderliegen.

    Unsere Folien bestehen somit aus einer Vielzahl ineinander verschlungener Molekülketten. Diese bilden ein engmaschiges und stabiles Netz. Von Natur aus ist Polyethylen nicht völlig durchsichtig, aber durchscheinend. Außerdem ist es geschmacksneutral, geruchslos und jeglicher Kontakt mit Lebensmitteln ist unbedenklich.

  • Polyethylen als Alltagsbegleiter
    Polyethylen ist einer der am meisten hergestellten Kunststoffe. Es bietet sich optimal als Schutz vor Staub, Schmutz und Feuchtigkeit an.

    Kein Wunder, dass es in verschiedenen Formen unseren Alltag begleitet. Sei es in Form von Plastiktüten, Eimern, Getränkekisten oder auch Mülltonnen. Auch wir von JMK setzen auf den Alleskönner und stellen unsere Folien aus Polyethylen her.

PE-Typen

  • Die Kunststoffarten des Polyethylens
    Die Dichte des Polyethylens grenzt sich durch die Abkürzungen HD, MD und LD voneinander ab. Diese Abkürzungen stehen für High-Density, Middle-Density und Low-Density. Somit wiegt LDPE weniger pro Kubikzentimeter als HDPE.
  • LDPE als Verpackungsmaterial
    LDPE hat eine hohe Dehnbarkeit und Schlagfestigkeit. Durch diese Dehnbarkeit können beispielsweise Stretchfolien zur Ladung und Sicherung von Paletten verwendet werden. Mit vorgedehnten Stretchfolien lassen sich Material und Kosten einsparen. Außerdem ist das Verpacken mit geringerem Kraftaufwand möglich.

    Ein weiterer Vorteil von LDPE ist der „Memory-Effekt“. Durch ein erzwungenes Strecken der Folie und einer darauffolgenden abrupten Abkühlung lässt sich der Kunststoff in der gestreckten Position „einfrieren“. Durch diese Vorgehensweise können Schrumpffolien und Schrumpfhauben erstellt werden:

    Nachdem das Produkt oder die Palette mit der Folie verpackt ist, wird die Folie erwärmt. Durch die Erwärmung zieht sich die Folie zusammen. Ergebnis ist eine Folie, welche eng am Produkt anliegt.

    Ferner ist LDPE geschmacksneutral und geruchslos und eignet sich somit gut als Verpackungsmaterial.

  • HDPE als Verpackungsmaterial
    HDPE-Folie ist im Vergleich zur LDPE-Folie steifer und trüber. Erkennbar ist die Folie auch am typischem Rascheln. HDPE-Folien sind bei uns als Flachfolien (Abdeckfolien) erhältlich.

    Wir können einen UV-Stabilisator als Additiv hinzufügen, damit die Folie bei Sonneneinstrahlung nicht spröde wird. HDPE-Folien sind tiefkühlgeeignet, hitzebeständig und abweisend gegenüber Wasser und Säuren.

  • MDPE als Verpackungsmaterial
    MDPE-Folie vereint die Vorteile der beiden anderen Folienarten.

Die Umweltfreundlichkeit von Polyethylen

Hingegen der weit verbreiteten Annahme ist Kunststoff – bei richtiger Anwendung und Entsorgung – oft umweltfreundlicher als andere Verpackungsmaterialien. PE-Folien sind für die Umwelt unschädlich, wenn sie wie anderer Abfall ordnungsgemäß entsorgt werden.

Lesen Sie in unserem nächsten Beitrag, warum PE-Folien einerseits nicht umweltschädlich sind, aber andererseits niemals in der Natur zurückbleiben sollten.