Sicherung und Fixierung durch Umreifung

Wann werden Umreifungsbänder angewendet?

Mit Hilfe von Umreifungsbänder werden Waren und Packstücke mit speziellen Verschlussbändern fixiert und gesichert. Anwendung findet das Umreifungsband in vielen Bereichen. So können einzelne Pakete oder Kartons gesichert werden. Aber auch ganze Palettenladungen beziehungsweise mehrere Packstücke gleichzeitig können befestigt werden. Bei einzelnen Packstücken steht vor allem die Fixierung des Pakets und der sichere Transport im Vordergrund.

Außerdem kann der Inhalt vor Manipulation, Diebstahl oder unerlaubtem Öffnen geschützt werden. Bei Palettenladungen oder der Sicherung von mehreren Packstücken soll zusätzlich ein einfacher Transport durch Bündelung von unhandlichen Gütern gewährleistet werden. Außerdem soll es die Güter vom unerwünschten Kippen und Verrutschen bewahren. Leichte Ladungen können durch Umreifungsbänder verstärkt werden. Da die Bänder die Güter zusammenpressen, wird mehr Stabilität erzielt.

Arten von Umreifungsbänder und Nutzungseigenschaften von Umreifungsbänder

Unterschieden werden kann zwischen Kunststoffbänder (PP-Kunststoffbänder, PET- Umreifungsbänder, Polysterfadenbänder) und Stahlbänder. PP ist die Abkürzung für Polypropylen und PET die Abkürzung für Polyethylenterephthalat. Letzteres gehört zu der Familie der Polyester. Alle Arten der Umreifungsbänder weisen unterschiedliche Eigenschaften auf. So unterscheiden sie sich wesentlich in der Elastizität, der Reißfestigkeit, Verschlussfestigkeit und der Flexibilität.

PP-Umreifungsbänder haben eine geringe Reißfestigkeit. Dafür zeichnen sie sich durch eine hohe Flexibilität aus und sind somit sehr biegsam. Einsetzbar sind PP- Umreifungsbänder somit vor allem bei leichten und unempfindlichen Packstücken und Palettenladungen. So lassen sich PP-Umreifungsbänder beispielsweise zur Bündelung von Zeitungen verwenden. Auch für eine temporäre Lagerung sind PP- Umreifungsbänder empfehlenswert.

PET-Umreifungsbänder haben eine hohe Reißfestigkeit. Außerdem sind sie flexibel und biegsam. Einsetzbar sind sie bei langfristiger Lagerung und für schwere Packstücke und Palettenladungen. Auch die Sicherung schrumpfender Ladung – wie beispielsweise Holz – ist problemlos machbar, da sich die Bänder flexibel an die Packstücke anpassen.

Polysterfadenbänder weisen eine sehr hohe Reißfestigkeit auf und sind durch ihre Elastizität schonend für Oberflächen aller Art. Gerade schwere und scharfkantige Güter mit empfindlicher Oberfläche lassen sich mit Polysterfadenbänder sichern.

Kunststoffbänder oder Stahlbänder?

Lange Zeit hat das Stahlband den Markt der Umreifungsbänder dominiert. Mittlerweile haben Kunststoffbänder aufgeholt und stehen in unterschiedlichen Abmessungen und Farben zum Verkauf. Das Kunststoffband ist nun in diversen Industrien und Unternehmensbereichen etabliert. So sind Kunststoffbänder für die Lagerung, die Logistik und den Versandhandel unabdingbar.

Im Vergleich zum Stahlband haben Kunststoffbänder drei wesentliche Vorteile:

Einerseits weisen Kunststoffbänder eine hohe Schockreserve auf. Das bedeutet, dass beim Transport ruckartige Bewegungen mit einer Dehnung der Bänder absorbiert werden. Stahlbänder haben eine geringe Schockreserve, da Stahlbänder die Ladung lediglich mit Zugkraft sichern.

Andererseits haben Kunststoffbänder eine bessere Haltkraft. Beim Transport von schrumpfenden Ladungen dürfen die Bänder keine Spannung verlieren, da ansonsten die Sicherung und Fixierung nicht mehr gewährleistet ist. Kunststoffbänder passen sich an – Stahlbänder verlieren direkt an Spannung.

Auch die Arbeitssicherheit und das allgemeine Handling dürfen nicht vernachlässigt werden. Stahlbänder haben durch beispielshalber scharfer Bandenden ein höheres Verletzungsrisiko als Kunststoffbänder. Außerdem ist das Gewicht einer Kunststoffbandrolle wesentlich geringer. Überdies müssen die Rollen bei Kunststoffbändern nicht so oft gewechselt werden, da mehr Band auf eine Rolle gewickelt ist. Folglich muss auch weniger Lagerraum eingeplant werden.